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Rettung von Ikonen in Korça

24.05.2018 - Artikel

Bei der großen Albanienausstellung des Instituts für Völkerkunde in München im Jahr 2001 waren eine Reihe mittelalterlicher Ikonen zu besichtigen und es wurde die Idee geboren, etwas für den Erhalt dieser und weiterer Ikonen zu unternehmen. Die Initiative ging maßgeblich auf Prof. Dr. Walter Raunig, dem ehemaligen leitenden Direktor des Instituts für Völkerkunde, zurück, der sich mit der Deutschen Botschaft Tirana und dem Nationalmuseum in Korça in Verbindung setzte und seine Vorschläge unterbreitete.

Der Bestand des Nationalmuseums umfasst mehr als 6000 Ikonen von unschätzbarem Wert. Aufgrund der großen Anzahl musste der ursprüngliche Plan, die Ikonen von einem deutschen Expertenteam zu behandeln, aus Kostengründen verworfen werden. Nach einem Besuch von Fachleuten in Korça setzte sich die Idee durch, eine Anlage zu liefern, mit der die von Wurmfraß bedrohten Kunstschätze durch die Behandlung mit Stickstoff gerettet werden können.

Inzwischen ist das Projekt abgeschlossen und die Anlage arbeitet einwandfrei. Das Auswärtige Amt stellte für diese Maßnahme insgesamt rund 40.000,- Euro zur Verfügung.

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