Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Sicherung der Skanderbeg-Festung und Restaurierung der Kirche St. Antonius auf Kap Rodon

24.05.2018 - Artikel
St. Antonius Kirche am Kap Rodon
St. Antonius Kirche am Kap Rodon© Deutsche Botschaft Tirana

Auf einer Halbinsel zwischen Durres und Lezha, die seit dem Mittelalter als „Kepi i Rodonit“ (Kap Rodon) bekannt ist, befindet sich die Ruine einer auf den albanischen Nationalhelden Gjergji Kastrioti („Skanderbeg“) zurückgehenden Burg und die im 12. Jahrhundert erbaute Kirche St. Antonius.

Beide Bauwerke waren stark beschädigt, die Hauptmauer der direkt am Meer stehenden Burg drohte ins Wasser abzurutschen.

Das albanische Kulturministerium und das Institut für Denkmalschutz wandten sich mit der Bitte um Unterstützung bei der Erhaltung dieser kulturhistorisch bedeutsamen Stätten an die Deutsche Botschaft, die im Rahmen des Kulturerhaltprogramms Hilfe zusagte.

Zunächst wurden für die Freilegung und Restaurierung der St. Antonius Kirche 100.000,- DM bereitgestellt.

Die ursprünglich in paliochristlicher Zeit entstandene Kirche, die später im römisch-gotischen Stil umgebaut wurde, sollte im Stil der letzten Bauphase im 15. Jahrhundert wiedererrichtet werden.

Die umfangreichen Arbeiten wurden im Jahr 2001 beendet. Seitdem bietet die Kirche den zahlreichen Pilgern, die sich v. a. zum St. Antonius Tag am 13. Juni in der Gegend aufhalten wieder einen sicheren Hort.

Ebenfalls in Jahr 2001 wurde mit einem weiteren Projekt in Höhe von 16.000,- DM die drohende Zerstörung der Skanderbeg-Festung abgewendet. Projektziel war es, durch eine Verstärkung der Steinmauer ein Absenken zu verhindern. Gleichzeitig wurden Teile der Anlage freigelegt und restauriert.

Kirche und Burg können besichtigt werden. Sie liegen nah bei einander unmittelbar am Ufer der Adria, sind jedoch über den Landweg nur schwer zu erreichen.

nach oben